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05.09.2018

Verhandlungen in der Chemie ohne Ergebnis:

"Arbeitgeber haben Chance vertan"

Die bundesweiten Tarifverhandlungen für die Beschäftigten in der chemischen Industrie sind am Mittwoch ergebnislos vertagt worden. Ein substanzielles Angebot der Arbeitgeberseite ist während der fünfstündigen Gespräche in Hannover ausgeblieben.

IG-BCE-Verhandlungsführer Ralf Sikorski IG-BCE-Verhandlungsführer Ralf Sikorski

„Die Arbeitgeber haben heute eine Chance vertan“, sagte der Verhandlungsführer der IG BCE, Tarifvorstand Ralf Sikorski, im Anschluss. „Statt Fortschritt in der Sache zu erzielen, haben wir nur die bekannte Litanei einer unsicheren Konjunktur-Zukunft gehört. Das ist enttäuschend.“

Die IG BCE wird deshalb am kommenden Mittwoch mit Aktionen in mehr als 100 Betrieben bundesweit ihre Forderungen untermauern. „Die Beschäftigten spüren am eigenen Leib, wie sehr der Laden brummt“, sagte Sikorski mit Blick auf die hohe Auslastung in den Betrieben. „Wer die Folgen tragen muss, will auch an den Erfolgen teilhaben.“

Die IG BCE fordert für die 580.000 Beschäftigten eine Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen um 6 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten, eine Verdopplung des Urlaubsgelds und eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung von Arbeitszeit und Arbeitsbedingungen.

Die nächsten Verhandlungen finden am 19./20. September in Wiesbaden statt.