Tarifvertrag Kautschukindustrie

Beim Reifenhersteller Goodyear kommt die Sache jetzt ins Rollen

Am 1. Juni zündet die erste Stufe des frisch abgeschlossenen Tarifvertrages, es sind 6,6% mehr Lohn in drei Etappen zu verteilen.

Die 1.200 Reifenwerker in Fürstenwalde können sich wie die anderen rund 25.000 Beschäftigten in der Branche über 2,4 % mehr Lohn freuen. Ebenso haben die Auszubildenden Anlass zur Freude, bekommen sie doch 50 € mehr.

Elke Swolinski

Goodyear Fürstenwalde Bekanntgabe des Tarifabschlusses beim Schichtwechsel in Fürstenwalde

Dies ist nur der Anfang. Im nächsten Jahr wird es im April weitergehen, dann gibt es sogar noch mal 2,6 % oben drauf und schließlich im Jahr 2020, gleich im Januar, noch mal 1,6 %.

Die Industriegewerkschaft Bergbau Chemie Energie, der Bezirk Berlin-Mark Brandenburg, hat in dieser Tarifrunde die Kolleginnen und Kollegen in Fürstenwalde besonders unterstützt. "Das war richtig prima für uns, die Gewerkschaft war vor Ort und hat unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in allen Schichten aktuell informiert.

„Wir haben sogar extra ein Gefäß mit roten und weißen Steinchen befüllt, um unseren Kolleginnen und Kollegen deutlich zu machen, wie viele wir schon sind, und dass wir gern noch mehr werden möchten. Wir waren ja auf alles gefasst und wären notfalls auch vor die Tür gegangen", so eine Kollegin.

Elke Swolinski

Peter Weise Betriebsrat Peter Weise mit der "Mitgliederschale"

 "Bei so einem guten Abschluss ist das nicht mehr notwendig", fügte Peter Weiser, der Betriebsratsvorsitzende bei Goodyear, hinzu, "alle Beschäftigtengruppen profitieren".

Für die älteren Beschäftigten ist es möglich, ab 2019 eine vier Tage Woche in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus wird die Arbeitszeit für alle Beschäftigten schrittweise dem westlichen Regelwerk nähergebracht, in 2023 soll dann die 37,5 Stunden Woche auch ich Fürstenwalde gelten.

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