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14.02.2014

Tarifabschluss E.ON

Erhöhung in zwei Stufen - 2,4 und 2,1 Prozent mehr

Hannover. Die 30.000 Beschäftigten des Energie-Konzerns E.ON sowie TenneT bekommen mehr Geld. IG BCE und Arbeitgeber brachten in der dritten Verhandlungsrunde am Freitagabend (14. Februar) einen Tarifabschluss unter Dach und Fach. Die Löhne und Gehälter werden in zwei Stufen um 2,4 und 2,1 Prozent angehoben. Außerdem werden alle Auszubildenden übernommen. Schließlich haben IG BCE und Arbeitgeber vereinbart, noch in diesem Jahr Verhandlungen über einen Demografie-Tarifvertrag aufzunehmen. Die weiter notwendigen Personalanpassungen werden durch die Ausweitung der Vorruhestandsregelung sozialverträglich gestaltet.

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Strommasten

IG-BCE-Verhandlungsführer Holger Nieden: „Die Energiewirtschaft befindet sich in einer schwierigen Lage. Vor diesem Hintergrund ist der Abschluss in Ordnung, der Kompromiss trägt. Wir liegen deutlich oberhalb der Inflationsrate, es gibt ein reales Plus in den Portemonnaies. Zudem ist es gelungen, die Tür zu einem Demografie-Abkommen aufzustoßen, ein wichtige Zukunftsfrage steht auf der Tagesordnung. Die Erweiterung des Vorruhestandes ist besonders für die Arbeitnehmer an den Ruhrgebietsstandorten eine wichtige und gute Botschaft.“

Die Ergebnisse im Einzelnen:

  • Die Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen steigen rückwirkend zum 1. Februar um 2,4 Prozent für 12 Monate. Zum 1. Februar 2015 gibt es eine weitere Anhebung um 2,1 Prozent für 12 Monate. Die Gesamtlaufzeit beträgt 24 Monate.
  • Die Vorruhestandsregelung im Tarifvertrag E.ON 2.0 wird erweitert auf die Jahrgänge 1959 bis 1961.
  • Von den Ausgebildeten des Jahrgangs 2015 werden bis zu 150 Ausgebildete, mindestens jedoch 120 unbefristet übernommen. Die darüber hinaus Ausgebildeten des Jahrganges 2015 werden für mindestens ein Jahr übernommen.
  • IG BCE und Arbeitgeber haben sich darauf verständigt, noch in diesem Jahr Verhandlungen über einen Tarifvertrag „Gute Arbeit und Demografie“ aufzunehmen. In diesem Abkommen sollen Regelungen zur alters-, alterns- und gesundheitsgerechten Gestaltung des Arbeitsprozesses aufgenommen werden. Weiter geht es um Qualifizierungsmaßnahmen während des gesamten Arbeitslebens und um die Schaffung von flexiblen Übergängen in den Ruhestand.