IG BCE-Ortsgruppe e.dis Ost und MOM-PA e.V.

„Himbeerbrause“ – ein Zeichen gegen Mobbing, Drogen und Gewalt!

Die Stadt Fürstenwalde hat am Sonntag, 18. August 2019, mit rund 2.500 Besuchern im örtlichen Stadtpark mit dem Fest „Himbeerbrause“ ein deutliches Zeichen gegen Mobbing, Drogen und Gewalt gesetzt.

Patrizia Rißmann

Zeichen setzen in Fürstenwalde

Die Motivation für dieses Fest ist, für eine umfangreiche Aufklärung in Fürstenwalde und in ganz Deutschland zu sorgen. Nachdem immer häufiger Jugendliche in der Stadt unter den Folgen von Liquid Ecstasy leiden, veranstaltete Andreas Hartkopf, Gründer des Vereines MOM-PA e.V., am 1.Juni 2019 bereits eine Kundgebung auf dem Marktplatz in Fürstenwalde zur Aufklärung von Drogenmissbrauch. Knapp 400 Besucher unterstützten diese spontane Kampagne, woraus sich der Gedanke für etwas viel Größeres und Weitreichenderes entwickelte – ein Fest ganz im Zeichen der Aufklärung rund um die Themen Mobbing, Alkohol- und Drogenmissbrauch – kurz „Himbeerbrause“ 2019.

Neben zahlreichen sozialen Einrichtungen, wie bspw. der Lebenshilfe Oder-Spree e.V., dem CTA Kulturverein Nord e.V. Fürstenwalde und der IKK Brandenburg und Berlin, unterstützen auch bekannte Musiker aus der Region (Anscheid, Sternenstaub, KIZAD, NeoPoetik) als auch DJ Mike La Funk die Veranstaltung. Auch Bürgermeister Matthias Rudolf und Anti-Mobbing-Coach Carsten Stahl lag es am Herzen, ein Zeichen zu setzen. So sprachen sie auf der Parkbühne vielen Opfern aus der Seele. „Die Einstellung zahlreicher Schulpsychologen und Sozialarbeiter“ und „eine qualitativ hochwertige Ausbildung zum Lehramt in Bezug auf das Thema Mobbing und Gewalt“, das verlangt Carsten Stahl von den Städten und Bundesländern. Matthias Rudolf unterstützt seine Kampagne. Er sichert zu, einen Beauftragten für das Thema Mobbing in der Stadt Fürstenwalde einzustellen. Es war ein erfolgreicher Tag mit vielen Antworten und regem Austausch.

Für viel Spaß und gute Unterhaltung war ebenfalls gesorgt. So konnten Groß und Klein unter anderem auf Hüpfburgen toben, Bogen schießen, Gips bemalen, Buttons basteln, Kinderschminken. Mit dem Informationsstand des MOM-PA e.V. wurde ein weitgefächertes Angebot zu den Themen im Brennpunkt geboten. Für Hilfesuchende war dies die erste Anlaufstelle in der Stadt, welche von den Besuchern auch dankend angenommen wurde. Der Verein MOM-PA e.V. sieht sich als Türöffner für Opfer, der die Schwellenängste nehmen will und neue Wege bereiten kann. Zum Schluss etwas in eigener Sache: Die überaus positive und herzliche Resonanz auf unser Fest erfreut uns sehr. Wir haben in unserer Stadt eine Menge Staub aufgewirbelt. An uns ist es, den betroffenen Menschen, das Sehen durch den Staub zu ermöglichen, um unseren Kindern eine sichere Zukunft zu bieten. Wir möchten und müssen jeden Tag ein Zeichen setzen! So wird sich das Fest „Himbeerbrause“ dank dieser erfolgreichen Veranstaltung und nicht zuletzt dank unserer zahlreichen Sponsoren, wie unter anderem der E.DIS Netz GmbH, der TB Automaten Handels GmbH, der Wohnungswirtschaft Fürstenwalde, der IGBCE Ortsgruppe Ost, zu einer festen jährlichen Größe in unserer Stadt etablieren. Eine Veranstaltung, die in den kommenden Jahren um das doppelte an Größe wachsen wird. Wir wünschen uns, dass dieses Fest weitreichende Kreise zieht und für Aufklärung sowie Unterstützung in ganz Deutschland sorgt.

Carolin Antemann (Gründungsmitglied) & Nadine Hoffmann (Praktikantin)

 

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