Kundgebung gegen rechte Gewalt und Intoleranz

Neukölln steht zusammen

Am Samstag, 03.02.2018, trafen sich um 12.00 Uhr Demokratinnen und Demokraten zur Kundgebung gegen rechte Gewalt vor dem Rathaus Neukölln.

Vorangegangen war ein Anschlag auf zwei Autos von engagierten Neuköllnern in der Nacht auf den 1. Februar. Bei den Betroffenen handelt es sich um den Rudower Buchhändler Heinz Ostermann und den Bezirkspolitiker Ferat Kocak, Mitglied der Partei DIE LINKE. Die Attentäter hatten bei ihren Anschlägen den Tod von Menschen billigend in Kauf genommen.

Elke Swolinski

Kundgebung gegen rechte Gewalt und Intoleranz

Die rechtsextreme Anschlagsserie in Neukölln setzt sich weiter fort. Seit Jahren zieht sich die Spur rechter Gewalttaten durch den Bezirk, ohne dass es Ermittlungserfolge gegeben hat. „Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass die Polizei nichts gegen den überschaubaren Kreis rechter Intensivtäter unternimmt“, war eine Aufforderung der Redner. Zu denen gehörten Petra Pau, Franziska Giffey, Politiker aus dem Bezirksamt und Vertreterinnen und Vertreter von Gewerkschaften, die ihre Solidarität mit den Opfern zum Ausdruck brachten und das friedliche Leben miteinander in Neukölln proklamierten. „Die Würde des Menschen ist unantastbar - alles ist damit gesagt“, meinte ein Sprecher. „Es nützt uns wenig, immer wieder verstärkte Ermittlungsarbeit zu fordern, wir wollen eine zielgerichtete Verfolgung der Täter“, so eine weitere Forderung. „Der Terror gegen engagierte Demokraten darf nicht ungebrochen weiter von Nazis oder Rechtspopulisten betrieben werden!“

Die Kollegin der IG Metall, machte in ihrer Ansprache deutlich, dass es ein ureigenstes Thema für Gewerkschaften ist, dass die Menschen respektvoll miteinander umgehen, in den Betrieben, wie in den Wohnvierteln. Ausgrenzung schadet allen.

Elke Swolinski

Kundgebung gegen rechte Gewalt und Intoleranz

Aufgerufen zur Solidaritätskundgebung hatte ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Initiativen, Gewerkschaften und Parteien: Bündnis Neukölln; Hufeisern gegen Rechts; Aktionsbündnis Rudow; Neuköllner Buchläden gegen Rechtspopulismus und Rassismus; DIE LINKE Neukölln; SPD Neukölln; Bündnis 90/Die Grünen Neukölln; IG Metall Berlin; ver.di Berlin; GEW Berlin; Galerie Olga Benario; Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e.V. (VVN/BDA). Die IG BCE war durch die Mitglieder der Ortsgruppe Neukölln vertreten.

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