Stipendium der Hans-Böckler-Stiftung

Sorgenfrei im Studium

Ein Stipendium ermöglicht es jungen Menschen, unabhängig von der finanziellen Lage, zu studieren. Die Hans-Böckler-Stiftung richtet sich mit ihrem Stipendium an engagierte Jugendliche, die vor allem bei ihren Gewerkschaften aktiv mitarbeiten. Wer gefördert werden will, sollte sich beeilen. Die nächste Bewerbungsfrist endet am 1. September.

Alex Nikada/iStockphoto

Studenten Unabhängig der finanziellen Lage: Ein Stipendium ermöglicht jungen Menschen sich weiterzubilden.
23.07.2013

Die Hans-Böckler-Stiftung (HBS) vergibt im Jahr etwa 400 Stipendien an junge Menschen, die nach abgeschlossener Ausbildung noch studieren möchten, ihr Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nachholen oder direkt nach der Schule an die Universität oder Hochschule wollen. Da die HBS pro ja ungefähr 2000 Bewerbungen für alle Stipendien bekommt, müssen die Bewerber bestimmte Kriterien erfüllen. Gute Leistungen, in der Schule und der Ausbildung sowie ein gutes ehrenamtliches Engagement sind erwünscht. Dabei steht vor allem die aktive Mitarbeit bei einer Gewerkschaft im Vordergrund. Politisches oder soziales Engagement bringt dem Bewerber zusätzliche Pluspunkte ein.

Gewerkschaftsmitglieder bewerben sich nicht direkt bei der HBS für das Stipendium, sondern über ihre Gewerkschaft. Die Bewerbungen müssen spätestens am 1. September für das nächste Sommersemester und am 1. Februar für das Wintersemester bei der Gewerkschaft eingereicht werden.

Jede Gewerkschaft hat eigene Regelungen, wie die Bewerbung abläuft. Bei der IG BCE müssen sich Bewerber zunächst an den Bezirk wenden und diesem mitteilen, dass sie an dem Stipendium der HBS interessiert sind. Dieser prüft die Bewerbung und verfasst ein Gutachten. Vorteilhaft kann zum Beispiel eine Mitarbeit im Bezirksjugendausschuss sein. Der Landesbezirk muss ebenfalls über die Bewerbung informiert werden, damit dieser ein zusätzliches Empfehlungsschreiben erstellen kann. Diese Schreiben behandeln die Tätigkeiten des Bewerbers in der Gewerkschaft. Die Empfehlungsschreiben werden an die Hauptverwaltung weiter geleitet; diese arbeitet eine dritte Stellungnahme aus, mit der die Bewerbung dann bei der Hans-Böckler-Stiftung eingereicht wird.

Ist der Bewerber erfolgreich mit seiner Bewerbung, so bekommt er ein Stipendium, das sich am BAföG-Satz orientiert. Der Höchstbetrag des Stipendiums liegt bei 597 Euro und 150 Euro Büchergeld im Monat. Zusätzlich wird der Stipendiat durch Referenten und Vertrauensdozenten betreut. Außerdem unterstützt die HBS Auslandsaufenthalte und Sprachkurse. Das Stipendium ist zunächst auf drei Semester befristet und kann mit einem Antrag auf Weiterförderung verlängert werden.

Im vergangenen Jahr haben 141 IG-BCE-Mitglieder ein Hans-Böckler-Stipendium erhalten. Ungefähr zwei Drittel aller Stipendiaten haben vor dem Studium eine Ausbildung beendet.

Ansprechpartnerin für die Hans-Böckler-Stiftung bei der IG BCE ist Rita Weber: rita.weber@igbce.de

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