Regionalforum Mecklenburg-Vorpommern

Gewerkschaft fordert besseren Datenschutz in der Arbeitswelt

Datenschutz geht alle an. So wundert es nicht, dass eine Diskussionsrunde der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) zum Thema am Samstag in Rostock mit über 50 Teilnehmern auf reges Interesse stoß.

Der Landesbeauftragte für Datenschutz in Mecklenburg-Vorpommern, Reinhard Dankert, lobte das Regionalforum der Gewerkschaft, dessen Mitglied Jürgen Liedtke die Veranstaltung moderierte, sich mit diesem komplexen Thema zu befassen.

Simon Dicke

Regionalforum Mecklenburg-Vorpommern 14.06.2014 Podium (v.l.):Jürgen Liedtke, Moderator Regionalforum Mecklenburg-Vorpommern der IG BCEIsabel Eder, Expertin für Datenschutz der IG BCEReinhard Dankert, Landesbeauftragter für Datenschutz in Mecklenburg-VorpommernDavid Wulff, Geschäftsführer Firma Müller & Wulff.

Der Schutz der eigenen Daten und der Privatsphäre sei ein Menschenrecht, erklärte er. Wieviel Informationen man von sich als Erwachsener preisgebe, könne man jedoch in großem Maße selbst bestimmen. Hier sei mehr Achtsamkeit geboten. IT-Unternehmer David Wulff relativierte einige Bedenken: „Ich nutze viele Online-Dienste, weil sie das Leben einfacher machen."

Isabel Eder, Expertin der IG BCE für Datenschutz und betriebliche Mitbestimmung, verwies auf die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt. Praktisch seien Arbeitnehmer oder Bewerber auf dem Arbeitsmarkt als Einzelne oft nicht in der Lage, der zunehmenden Überwachung am Arbeitsplatz einen Riegel vorzuschieben. „Was passiert mit den Standortdaten, die unsere Firmen-Fahrzeuge übermitteln?", fragten zum Beispiel auch Teilnehmer der Veranstaltung. „Das schreit nach einer Betriebsvereinbarung.", bestätigte der Landesbeauftragte für Datenschutz. Daher sei es gut, wenn Arbeitnehmer sich organisieren und einen Betriebsrat haben.

Nach oben