„Weil ich es wert bin“

Chemie-Tarifkommission Landesbezirk Nordost beschließt Forderung: Entlastung, Sicherheit und Entgelt-Plus für rund 45.000 Beschäftigte

Die Chemie-Tarifkommission der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) Nordost setzt heute (13. September) in Grünheide ein klares Signal in Richtung Arbeitgeber der chemisch-pharmazeutischen Industrie. 

Die Mitglieder haben EINSTIMMIG die Forderungen für die Tarifverhandlung am 15. Oktober in Potsdam beschlossen und folgten der Forderungsempfehlung des Hauptvorstands der IG BCE. Die bundesweite Forderung für die diesjährigen Tarifverhandlungen Chemie werden am 19. September durch die Bundestarifkommission in Gelsenkirchen beschlossen.

© Blitzfang-Medien

Gefordert werden:
• Einrichtung eines tariflichen individuellen Zukunftskontos in Höhe von jährlich 1.000 € zur Gestaltung von modernen zukunftsorientierten Arbeitsbedingungen, insbesondere zur Umwandlung in lebensphasenorientierte Zeitentlastung. Der Betrag ist tarifdynamisch zu gestalten.
• Eine reale Erhöhung der Entgelte und Ausbildungsvergütungen.
• Die Einführung der bundesweit ersten tariflichen Pflegezusatzversicherung.
• Eine Qualifizierungsoffensive zur Begleitung des digitalen Wandels.

Der Beschlussfassung über die Forderungen war ein intensiver und basisdemokratischer Diskussionsprozess in den Vertrauenskörpern, Betrieben und mit den Mitgliedern der IG BCE vorangegangen.
„Wir haben keine Krise“, sagt Oliver Heinrich, IG BCE Landesbezirksleiter und Verhandlungsführer für den Landesbezirk Nordost.
„Unsere Tarifforderung nach dem Motto „Weil ich es wert bin“ spiegelt den Einsatz und das Engagement unserer Kolleginnen und Kollegen wider und ich bin überzeugt, dass diese Forderung auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit unserer Unternehmen darstellt. Sie schreiben Rekordgewinne. Seit Jahren zählen die Unternehmen aus der Chemie zu den verlässlichsten Gewinnbringern der deutschen Wirtschaft“.

In den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen arbeiten rund 45 000 Beschäftigte in 162 Unternehmen der Ostchemie.

„Denn“ so Heinrich „immer mehr unserer Kolleginnen und Kollegen müssen sich vollkontinuierlicher Schichtarbeit und extremer Arbeitsbelastung aussetzen. Daher ist das Zukunftskonto eine willkommene Herausforderung, die das Handeln von Arbeitgebern und Arbeitsnehmern bestimmt und eine Grundlage für Entscheidungen. Das Zukunftskonto ist ein weiterer guter Schritt in die richtige Richtung, um Arbeit und Leben besser vereinbaren zu können. Mit unserem Potsdamer Modell zeigen wir ja bereits seit Monaten, wie das funktionieren kann!“

Pressekontakt:

Karin Aigner, Pressesprecherin IG BCE Landesbezirk Nordost
Tel.: +49 30 27 87 13-3; Mobil: +49 172 45 01 515, media-nordost@igbce.de


Der Landesbezirk Nordost umfasst die fünf Bundesländer Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen Anhalt. Die IG BCE ist hier zuständig für fast 120.000 Beschäftigte in mehr als 800 erfassten Betrieben.

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie hat im Landesbezirk Nordost rund 83.000 Mitglieder.

IG BCE Landesbezirk Nordost • Landesbezirksleiter Oliver Heinrich • Inselstraße 6, 10179 Berlin
Tel.: +49 30 27 87 13-45 • Fax: +49 30 27 87 13-44 • E-Mail: lb.nordost@igbce.de • www.nordost.igbce.de

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