Arbeit und Umwelt Stiftung der IG BCE

10. Branchenforum – Betriebsräte der Mineralölwirtschaft tagen in Berlin

Unter der Mitwirkung der Stiftung Arbeit und Umwelt fand vom 19. bis 21. März 2019 im IG BCE Bezirk Berlin-Mark Brandenburg das 10. bundesweite Treffen der Betriebsräte der deutschen Mineralölwirtschaft statt. Im Mittelpunkt der Beratungen der Kolleginnen und Kollegen standen sowohl tarifpolitische Entwicklungen in der Mineralölwirtschaft als auch industriepolitische Themen.

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Arbeit und Umwelt

Am ersten Tag diskutierten die Kolleginnen und Kollegen mit Ralf Sikorski, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstandes der IG BCE, über die tarif- und industriepolitischen Herausforderungen in der Mineralölwirtschaft. Mit Werner Diwald vom Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen Verband, der Dachorganisation der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie in Deutschland, erörterten sie die Potentiale der der Wasserstoff- und Power-to-X-Technologien um die klimapolitischen Ziele im Verkehrssektor zu erreichen. Dabei wies er auf die besondere Bedeutung der EU-Rahmensetzungen für den PKW- und LKW-Verkehr hin. Die jetzt beschlossene Regulierung in der EU setzt keine Anreize in wassserstoffgetriebene Fahrzeuge mit Brennstoffzellen zu investieren.
Auch der Koordinator für erneuerbare Kraftstoffe beim Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA), Tobias Block, betonte die Bedeutung die jetzt beschlossenen CO2-Flottengrenzwerte gerade für die Fahrzeughersteller. Diese führen zwangsläufig zu mehr Fahrzeugen mit Elektroantrieb und damit zu Veränderungen im Fahrzeug- und Mineralölmarkt. Für eine effiziente Verkehrswende greife eine reine Elektrifizierung der Fahrzeuge zu aber zu kurz. Es bedürfe weiterer Antriebstechnologien, einschließlich des Verbrennungsmotors, um zu nachhaltigen Lösungen zu kommen. Mit regenerativen Kraftstoffen (Biokraftstoffe und E-Fuels) könnten auch mit Verbrennungsmotoren ausgestattete Fahrzeuge entscheidende Beiträge zu weniger CO2 im Verkehr bringen. Dazu bedürfe es aber der richtigen gesetzlichen Rahmenbedingungen.

„Es war auch diesmal wieder ein wirklich in die Zukunft gerichtetes Branchenforum, mit wichtigen Impulsen und Denkanstößen für die sich der Branche stellenden Anforderungen“, fasste Tomas Nieber von der Stiftung Arbeit und Umwelt die Veranstaltung zusammen.
Die Stiftung Arbeit und Umwelt der IG BCE hat sich die Aufgabe gestellt, Nachhaltigkeit aus industriegewerkschaftlichen Perspektive zu betrachten und zu analysieren. Leitmotiv ist dabei, dass eine erfolgreiche ökologische und wirtschaftliche Transformation nur mit sozialer Gerechtigkeit, Gute Arbeit und Mitbestimmung erreicht werden kann.

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